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in totite. Und also in dem wege...

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CC BY-NC-SA 4.0

in totite. Und also in dem wege

quam daz gotis liecht uf in und die stimme Jesu Christi sprach im tzů.

Und also wart he bekart.

 

Und des selbn tagis ist sancti Ananie tag, der sanctum Paulum toufte.

 

Und ouch sancti Preiecti . Der was ein bischoph und mertere, mit deme

got vil gůtis tet. Do he in siner můter lib was, do sach sie, wie ůz

von ůrre sitin ein kint ging. Das was genet an rosen vare toufe und

schone von blůte. Und dar an bekante [sie], daz daz kint durch got

gemartirt werden solde werdin. Eines tagis quamin zů im viel durftigin

und batin almosin. Und he bekante, daz he nicht wenne zwene pfenninge

in deme sacke hette. Do gebot he, daz man im den sak brechte und rief

al die wile Jesum Christum an und vant in deme sacke also vil goldis

und pfenninge als da durftigin stunt.

 

Bildbeschreibung

 

1. Die erste Szene thematisiert die Bekehrung des Juden Saulus vor

Damaskus, der nach seiner Taufe den Namen Paulus erhielt. Das JM-Bild

bedient sich einer verbreiteten Ikonographie, für die der biblische

Bericht in der Apostelgeschichte 9,3-6 Vorlage lieferte: die

Lichtstrahlen kommen vom Himmel auf Paulus, sein Pferd scheut und

Paulus fällt zu Boden.

 

2. Das zweite Bild ist der Legende des Bischofs Praeiectus gewidmet.

Fraglich ist, ob es auf die im Text beschriebene wunderbare

Geldvermehrung Bezug nimmt. Praeiectus, mit Mitra und Heiligenschein

dargestellt, hält in der rechten Hand einen Gegenstand, der – zumindest

im Rahmen der dargestellten Szenerie – weniger mit einem Geldstück und

eher mit einer Hostie zu identifizieren wäre. Das Bild stellt aller

Wahrscheinlichkeit nach – obwohl mit keiner Erwähnung im Text bedacht –

eine Kommunionspende dar. Praeiectus reicht die Hostie den beiden vor

ihm knienden Gläubigen (einem Mann und einer Frau, mit Gebände und

Nimbus) dar. Warum man sich ausgerechnet dieser Ikonographie bediente,

kann nicht ohne weiteres rekonstruiert werden. Die kalendarischen

Einträge der lateinischen Martyrologien vermögen uns hier nicht

aufzuklären, da sie nur punktuelle Informationen zu Praeiectus

enthalten. Das JM überliefert den ausführlichsten Bericht. Unklar ist

auch, warum die an der Kommunion teilnehmende Frau einen Nimbus bekam.

Vielleicht wurde für diese Szene eine Bildvorlage ohne Veränderungen

übernommen.

 

 

 

26. Januar

 

 

E. vij. Kal. Februarij

 

Natale sancti Policarpi . Der was ein biscoph. Und do he vor deme

richtere stunt und he im gebot, daz he Jesum Christum allez laster

spreche, do antworte he also: „Sechs und acht untzwenzig iar habe ich

im gedienit und he in getet mie nie chein leit. Wie mochte ich mineme

kůnige ůbele gesprechin von deme ich alle selicheit habe?“ Und also

gebot he [der Richter], daz man

Personen4
• Ananias, Märtyrer
• Paulus, Apostel, Heiliger
• Polycarpus, Smyrnaeus
• Praeiectus, Heiliger

Zitierhinweis:

Anmerkung:
Martyrologium: in totite. Und also in dem wege..., http://martyrologium.editionenportal.de/index.php?id=395&no_cache=1&tx_jomuseo_pi1009%5BjoDetailView%5D=marty_0018&tx_jomuseo_pi1009%5Bjopaginatepage%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Bbrowse%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Baction%5D=detailobject&tx_jomuseo_pi1009%5Bcontroller%5D=Museo, 01.12.2021.

Metadaten:

Titel:
in totite. Und also in dem wege...
Alternative Titel:
Jenaer Martyrologium - 0018
Objekttyp:
Handschriften

weitere Metadaten:

Datierung (individuell):
26. Januar
Projektklassifikation:
Martyrologium
Seitenbereich:
0018
Besitzende Institution / Datengeber:
Friedrich-Schiller-Universität Jena/Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Übergeordnetes Objekt: