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und zwencig mit in....

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CC BY-NC-SA 4.0

und zwencig mit in.

 

Bildbeschreibung

 

1. Das erste Bild stellt Johannes Chrysostomus als heiligen Bischof

(Nimbus, Mitra, rote Tunika und blaue Kasel) dar. Als Verfasser

zahlreicher theologischer Werke und bedeutender Kirchenlehrer erscheint

er hier mit einem Buch.

 

2. Die Darstellung eines tonsurierten Abtes mit Heiligenschein und

Abtsstab, bekleidet mit weißer Kutte, bezieht sich auf den im Text

erwähnten Abt Maurus, Gründer der Abtei Bodon in der französischen

Diözese Sisteron.

 

3. Das nächste Bild ist ein Portrait der Klostergründerin Paula, einer

aus altem römischem Adel stammenden, früh verwitweten frommen Frau. Sie

ist nimbiert, in einem rot-blauen Gewand und mit einem weißen Gebände

dargestellt.

 

4. Die beiden am Schluß dargestellten jugendlichen Heiligen lassen sich

nicht eindeutig auf die erwähnten Clotus, Julianus und Vincentia

beziehen. Bei den erwähnten Heiligen scheint es sich um eine Gruppe

afrikanischer Märtyrer zu handeln, deren Gedenktag zuerst im

Martyrologium Hieronymianum verzeichnet und bei Beda, Notker und

Hrabanus tradiert wird. Ein heiliger Clotus wird allerdings außer im JM

nirgendwo erwähnt, folglich wird ‚Clotus’ eine Verschreibung des Namens

‚Datus’ bzw. wie bei Beda ‚Dotus’ gewesen sein. Der Bauch und der

Schaft des Minuskel- d wurden als Einzelbuchstaben verstanden, so daß

daraus eine Buchstabenverbindung cl wurde.

 

 

 

28. Januar

 

 

G. v. Kal. Februarij

 

Octave sancte Agnetis .

 

Et sanctorum Leutitij , Tyrsi , Caleniti martyrum. Die wurdin

enthoubet.

 

Apud Alexandriam sancti Cyrilli episcopi. Der vacht vor den rechtin

geloubin.

 

Und sente Johannis presbiteri.

 

Bildbeschreibung

 

1. Das erste Bild stellt die Enthauptung von Leutitius, Tyrsus und

Calenitus dar.

 

2. Das zweite Bild gilt dem Bischof Cyrillus von Alexandrien. Cyrillus

erscheint nimbiert und im Bischofsornat (Mitra, Kasel, Pallium). In der

linken Hand hält er ein mit Goldfarbe koloriertes Buch.

 

3. Die letzte Darstellung ist wahrscheinlich auf den im Text erwähnten

Priester Johannes zu beziehen. Es handelt sich um Johannes von Réomé,

einen Einsiedler, späteren Klostergründer und Abt von

Moutier-Saint-Jean. Der abgebildete Heilige entspricht allerdings mehr

dem ikonographischen Typus Märtyrer (jugendlich, mit geneigtem Kopf und

einer vom Leiden gezeichneten Physiognomie) als dem repräsentativen

Typus Abtsheiliger. Vermutlich erklärt es sich dadurch, daß den Malern

keine über den knappen Text hinausgehenden Informationen über den

Heiligen vorlagen.

 

 

 

29. Januar

 

 

A. iiij. Kal. Februarij

 

Rome sanctorum Papie et Mauri . Die warin rittere und do sie gesagin

die steticheit der mertere Saturnini et Sisinnij, do bekartin sie sich

zů gote. Und do gebot der richter, daz man iren munt, da sie gote miete

bekantin, mit steinin und mit steinin [so in der Hs.] und mit hemerin

scholde zůslan und [sie] an den kerker werfin. Und darinne wurdin sie

getouft. Und na zwelf tagin nam man sie dar uz und steckte sie an die

erdin und slůg sie mit cůlin biz daz sie sturbin.

 

Treveris sancti Valerij episcopi. Der was sente Petrus iůnger.

 

 

Bildbeschreibung

 

 

1. Die erste Bildszene ist dem Martyrium von Papias und Maurus

gewidmet. Die beiden nimbierten, in braune Tuniken gekleideten Heiligen

liegen mit geschlossenen Augen am Boden. Die Hände des einen Märtyrers

sind auf dem Rücken gefesselt. Soweit es noch erkennbar ist, sah die

Federzeichnung bei dem anderen Heiligen noch eine Tonsur vor. Bei der

Kolorierung wird es dem Maler wohl aufgefallen sein, daß es sich bei

Papias und Maurus nicht um Geistliche, sondern um weltliche Ritter

handelt. Die Tonsur wurde von daher mit brauner Farbe übermalt. Von

beiden Seiten schlagen zwei Schergen mit Keulen auf die Märtyrer ein.

 

2. Die Bischofsdarstellung (Heiligenschein, Mitra, braune Kasel mit

Goldbesatz, in der linken Hand ein Buch, die rechte Hand in Redegebärde

geformt) ist mit dem Bischof Valerius von Trier zu identifizieren. Nach

Legendenüberlieferung wurde Valerius vom heiligen Petrus nach

Deutschland zur Missionierung gesandt. Der Redegestus und das Buch (die

Heilige Schrift) im Bild charakterisierenValerius als Prediger und

Missionar.

Personen17
• Agnes, von Rom, Heilige
• Cyrillus, Alexandrinus
• Dativus, Heiliger
• Johannes, Chrysostomus
• Johannes, von Réomé
• Julian, Heiliger
• Kallinikos, Heiliger
• Leukios, Heiliger
• Marius, von Orléans, Heiliger
• Papias, Heiliger
• Paula, Heilige
• Petrus, Apostel, Heiliger
• Saturninus, Heiliger
• Sisinnius, Heiliger
• Thyrsos, Heiliger
• Valerius, von Trier, Heiliger
• Vincentia, Heilige

Zitierhinweis:

Anmerkung:
Martyrologium: und zwencig mit in...., http://martyrologium.editionenportal.de/index.php?id=395&no_cache=1&tx_jomuseo_pi1009%5BjoDetailView%5D=marty_0020&tx_jomuseo_pi1009%5Bjopaginatepage%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Bbrowse%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Baction%5D=detailobject&tx_jomuseo_pi1009%5Bcontroller%5D=Museo, 01.12.2021.

Metadaten:

Titel:
und zwencig mit in....
Alternative Titel:
Jenaer Martyrologium - 0020
Objekttyp:
Handschriften

weitere Metadaten:

Datierung (individuell):
28. Januar
29. Januar
Projektklassifikation:
Martyrologium
Seitenbereich:
0020
Besitzende Institution / Datengeber:
Friedrich-Schiller-Universität Jena/Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Übergeordnetes Objekt: