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Do he von des...

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CC BY-NC-SA 4.0

Do he von des

   keysirs gebot den pabist Alexandirn und Hermen an den bandin hilt, do

   he wart von irre predigune bekart und getouft mit alle sime ingesinde

   und mit allen den, die he hielt an den bandin. Do daz der richter

   vornam, do sprach he im: „Ich habe dich lieb als min eigin kint, und dů

   hast mich vorspottit, wand dů betrogin bist von Alexandro.“ Quirinus

   der antworte ime: „Ich bin kyrstin. Wiltů mich pinigin, slan oder

   bůrnin – ich enwere die nicht andirs. Und alle die, die in deme kerkere

   warin, die habe ich kyrstin gemachit.“ Und do liez he im die zunge ůz

   snidin und darna hengin an ein holtz. Und zů lestin die hende und die

   fůze abe snidin und also enthoubitin und vor die hunde werfin. Und von

   den kyrstin wart he begrabin.

 

   Und ouch sancti Thichici , der was iunger der apostolin.

 

   Und ouch sechs heiligin .

 

   Und ouch zweier bischofe, Agapij und Secundini . Die wurdin gemartirt.

   Und mit in zwo megde und ein ritter .

 

   Bildbeschreibung:

 

   Ein häßlicher, im Profil dargestellter Scherge mit Glatze schneidet mit

   Hilfe von zwei Messern die Zunge des heiligen Quirinus ab als Strafe

   dafür, daß Quirinus sich zum christlichen Glauben bekehrt und dies vor

   dem Richter ausdrücklich bekannt hatte. Unmittelbar hinter Quirinus

   sind zwei nimbierte Heilige zu sehen (im blauen Gewand wohl eine Frau,

   die an ihren längeren Haaren und ihrer Physiognomie als solche zu

   identifizieren wäre). Beide werden von einem Schergen mit Schwert

   enthauptet, ebenfalls ein am rechten Bildrand in Gebetshaltung

   dargestellter Heiliger mit Tonsur (also ein Geistlicher) und Nimbus.

   Die drei Märtyrer können entweder mit Quirinus’ getauften Anhängern

   (deren Martyrium im Text allerdings nicht ausdrücklich thematisiert

   wird) identifiziert werden oder stellvertretend für die nicht weiter

   spezifizierten „sechs Heiligen“ stehen.

 

 

 

   31. März

 

 

   F. ij. kal. Aprilis.

 

   Zů Rome sancte Balbine . Die was ein magit und tochter sente Quirinus.

   Und wart getouft von sente Alexandro. Und bleib magit und vleiz sich an

   gůte werk. Und wart bi irme vatir sente Quirinus gefůgit under die

   erde. Do sente Alexander der pabist an sente Quirinus gevengnisse was

   und sin tochtir an deme halse sich was, do gebot Alexander, daz he

   legite sine boran ir ůmme den hals. Und also quam ein kint mit einer

   blasin und sprach: „Dů bist gesunt und blib an diner reinicheit! Und

   ich wil dich lazin sen dinen brůtegum, der durch dine liebe sin

Zitierhinweis:

Anmerkung:
Martyrologium: Do he von des..., http://martyrologium.editionenportal.de/index.php?id=395&no_cache=1&tx_jomuseo_pi1009%5BjoDetailView%5D=marty_0051&tx_jomuseo_pi1009%5Bjopaginatepage%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Bh%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Baction%5D=detailobject&tx_jomuseo_pi1009%5Bcontroller%5D=Museo, 01.12.2021.

Metadaten:

Titel:
Do he von des...
Alternative Titel:
Jenaer Martyrologium - 0051
Objekttyp:
Handschriften

weitere Metadaten:

Projektklassifikation:
Martyrologium
Seitenbereich:
0051
Besitzende Institution / Datengeber:
Friedrich-Schiller-Universität Jena/Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Übergeordnetes Objekt: