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Der was pabist und lebite vil...

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CC BY-NC-SA 4.0

Der was pabist und lebite vil

   heiliglichin und ist begrabin bi sancto Laurentio.

 

   Bildbeschreibung

 

   1. Die erste Miniatur widmet sich der Steinigung des Stephanus. Der mit

   einem roten Unter- und einem blauen Obergewand bekleidete Heilige

   verbeugt sich vor seinem Peiniger und segnet ihn mit der rechten Hand.

   Als einer der sieben von den Aposteln geweihten Diakone erscheint er

   mit Tonsur. Das Bild gibt den Moment wieder, in dem drei Steine den

   Kopf bzw. den Körper des Heiligen treffen. Der Folterknecht holt mit

   einem weiteren Stein in seiner linken Hand zum neuen Schlag aus.

   Auffällig ist sein blauer Spitzhut, ein Judenhut. Auf diese Weise wird

   zum Ausdruck gebracht, daß die Juden den Tod des Stephanus zu

   verantworten haben, was der historischen Überlieferung entspricht.

 

   2. Das zweite Bild zeigt den Papst Zosimus mit Heiligenschein, Mitra

   und Bischofsstab. Bei dem hellbraunen Brust- bzw. Schulterschmuck mit

   einem rot kolorierten Vierpaß in der Mitte handelt es sich

   wahrscheinlich um ein Rationale, das Gegenstück des erzbischöflichen

   Palliums. Letzteres kommt im JM überwiegend vor, so daß wir es hier

   wohl mit einer vielleicht vorlagenbedingten Ausnahme zu tun haben.

 

 

 

   27. Dezember

 

 

   D. vj. Kl. Januarij.

 

   Sancti Iohannis . Der was gotis iungir und ein ewangelista. He was acht

   und sechzig iar alt an ertriche na unsis herrin gotes hiemilvart. Und

   do he was acht und nůnzig iar alt, do erschein im Jesus Christus mit

   sinin iůngirin und sprach: „Kum, min trut, zů mie, wand is ist zit, daz

   dů kůmis an mine wirtschaft und dar gesazt werdis mit dinin brůdirin!“

   Also stunt he alzůhant uf und wolde im volgin. Do sprach unse herre:

   „An deme ostertage, dar an ich uf erstunt, der nach vunf tagin ist, so

   saltů zů mie kůmin.“ An deme suntage quam he in die kyrchin und ladite

   daz volk und von der erstin hanecrat biz zů mittin morgin zit predigite

   he und manite daz volk und sang messe und gab dem volke gotis licham.

   Und liez bi deme altire eine grube graben und da steig he in und hub

   sine hende uf zů gote und sprach: „Geladit kůme ich zů diner wirtschaft

   und danke die, daz dů mich ruchis zů ladinde zů diner wirtschaft, wand

   dů daz wol weis, daz ich von herzin din gegeret habe!“ Und do he

   gebetit hatte und daz volk „Amen!“ sprach, do quam ein lůchtnisse uf in

   also groz, daz in nieman an gesen mochte eine ganze stunde. Und do

   seinte he sich und sprach: „Dů bist aleine mit mie, Jesus Christ!“ Und

   legite sich in daz grab und opfirte gote sinin geist sundir alle pine

   des todis.

 

   Zů Rome sancti Dyonysij . Der was pabist sechs iar und zwene

Zitierhinweis:

Anmerkung:
Martyrologium: Der was pabist und lebite vil..., http://martyrologium.editionenportal.de/index.php?id=395&no_cache=1&tx_jomuseo_pi1009%5BjoDetailView%5D=marty_0213&tx_jomuseo_pi1009%5Bjopaginatepage%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Bh%5D=1&tx_jomuseo_pi1009%5Baction%5D=detailobject&tx_jomuseo_pi1009%5Bcontroller%5D=Museo, 01.12.2021.

Metadaten:

Titel:
Der was pabist und lebite vil...
Alternative Titel:
Jenaer Martyrologium - 0213
Objekttyp:
Handschriften

weitere Metadaten:

Projektklassifikation:
Martyrologium
Seitenbereich:
0213
Besitzende Institution / Datengeber:
Friedrich-Schiller-Universität Jena/Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena
Übergeordnetes Objekt: